14.07.22 –
Die Landtags-Grünen Meta Janssen-Kucz, Miriam Staudte und Hanso Janssen waren während ihrer Sommerreise zu Gast im Ammerland und haben mit unserer Landtagskandidatin Cornelia Kuck das Hankhauser Moor besucht. Ziel waren die Paludikultur Flächen im Grenzbereich des Ammerlandes zur Wesermarsch, wo das Torfwerk Moorkultur Ramsloh Torfmoose als Ersatzstoff für Torf züchtet. Geschäftsführer Gunnar Koch hatte schon vor Jahrzehnten erkannt, dass der Rohstoff Torf endlich ist und hat in Zusammenarbeit mit Naturschützern und Wissenschaftlern Möglichkeiten der Torfmooszucht auf Hochmoorböden erarbeitet.
Jan Peters ist Geschäftsführer der „Michael Succow Stiftung zum Schutz der Natur“ und berichtete aus Sicht der Uni Greifswald über die wissenschaftliche Begleitung der Torfmooszucht. Es geht hier nicht in erster Linie um Arten- oder Naturschutz, sondern um die kommerzielle Bereitstellung von Torfersatzstoffen.
Zurzeit sind diese Ersatzstoffe nur in Spezial-Kulturen wie Orchideenzucht konkurrenzfähig. Auf Grund der Kostensteigerung bei allen Rohstoffen erhoffen sich die Betreiben zukünftig eine Wirtschaftlichkeit.
Aspekte für Klima, Landschaft, Biodiversität:
Hochmoore wie das Hankhauser Moor werden häufig entwässert und als Grünland genutzt. Die Entwässerung führt zur Belüftung und Zersetzung der Torfschicht, somit zur Freisetzung von CO2. In Niedersachsen setzen die Moore etwa 7% der CO2-Gesamtmenge frei.
Paludikultur (palus lat. Sumpf) bewirtschaftet Flächen bei hohem Wasserstand. Dadurch kann der Hochmoorboden landwirtschaftlich genutzt werden ohne ihn zu entwässern, so dass die CO2-Ausgasung entwässerter Moore gestoppt und bestenfalls umgekehrt werden.
Landwirte erhalten durch diese Bewirtschaftungsweise eine alternative Einnahmequelle, die Landschaft wird offen und maisfrei gehalten. Hochmoortypische Pflanzen wie Sonnentau, Glockenheide, Wollgras und Seltenheiten wie das Schnabelried erhalten wieder einen Lebensraum.
Die Naturschützer Horst Bischoff (Naturschutzbeauftragter im Ammerland), Hans-Georg Fels (IG Vehnemoor) und Hergen Erhardt (Grüner im Kreistag Ammerland) wollten wissen, in wie weit die Erkenntnisse bei der Anzucht von Torfmoosen bei der Renaturierung von Hochmooren eingesetzt werden können. In Renaturierungsflächen wird das Wasser angestaut, der Wasserstand lässt sich aber nicht so optimal steuern wie in Paludikulturflächen. Mit Jan Peters gab es vor Ort ein erstes Gespräch, um mögliche Kooperationsprojekte von Landkreis und Wissenschaftlern ins Leben zu rufen.
Für die Grünen im Kreistag Hergen Erhardt
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